Veranstaltung - Seminar / Fortbildungs-ID: 1048849

Seminar 6: strukturelle DIS

Fortbildungsanbieter
ZAP-Wien-Zentrum für angewandte Psychotraumatologie
Penzingerstraße 52/7
1140 Wien
Veranstaltungsort
ZAP-Wien
Penzingerstraße 52/7
1140 Wien
Österreich
Approbation DFP
* Medizinische Punkte16
* Sonstige Punkte0
 
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Inhalte und Themen

Jeder Mensch ist teilbar - so könnte die Erfahrung von Professionellen zusammengefasst werden, die beruflich mit Menschen arbeiten, die Gewaltopfer wurden. Strukturelle Dissoziation ist ein biologisch hinterlegter Mechanismus, der es uns Menschen ermöglicht auch chronische und extreme Formen von Gewalt zu überleben, aber eben zum Preis der inneren Teilung. Je näher uns Menschen stehen, die Gewalt ausüben, je früher sie im Leben auftritt, um so intensiver sind die Folgen. TraumatherapeutInnen sind bestrebt, diese Teilungen (klein)schrittig aufzuheben im Sinne von Assoziation, Synthese und Integration.Strukturierte diagnostische Abklärung: Was ist strukturelle Dissoziation? Folgen von schwerer, chronischer Gewalteinwirkungen

  • Differenzialdiagnostik mit anderen:Testdiagnostik (SKID-D, FDS, SDQ 5 und SDQ 20), Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit Schizophrenie, Borderline-Persönlichkeitsstörung und anderen
  • Spezifische Fokussierung auf Trinität des Traumas: Ignoranz, Fragilität und Kontrolle: Persönlichkeitsanteile, ihre innere Dynamik und die therapeutischen Herausforderungen, die sie an uns stellen. Enaktivismus und enaktive Therapie
  • Bei DIS oder Partielle DIS: der Werkzeugkoffer der Therapie struktureller Dissoziation: Ressourcen- und Belastungsdiagramm, Innere Landkarte, Belastungslandkarte, Kurz-EMDR, Notfallkoffer, Aromatherapie und systematische Ressourcensuche.
  • Einführung in die Prinzipien und Haltung, Ethik und Sicherheit in der Therapie struktureller Dissoziation.
  • Förderung der inneren Kommunikation: Prinzipien der Therapie der strukturellen Dissoziation 1: Gewaltfreiheit, Arbeit auf Augenhöhe, Stabilisierung
  • Psychotherapeutische Arbeit während Ausstiegsbegleitung: Besonderheiten bei organisierter und ritueller Gewalt: Deprogrammierung, Zeugenschutz, Netzwerksarbeit.
  • Sequenzielle Traumatisierung: Prinzipien der Therapie struktureller Dissoziation 2: Safety first, innen und außen, Ressourcenorganisation und Exposition.
  • Verarbeitung der Traumatischen Erinnerung: Prinzipien der Therapie struktureller Dissoziation 3: Assoziation, Synthese, Integration - was kommt danach: Neuorientierung, Psychohygiene für TherapeutInnen: Aus- und Weiterbildung, Intervision und Supervision
Zielgruppe
Ärztinnen und Ärzte, Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin, Fachärztinnen und Fachärzte, Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Klinische Psychologinnen/Gesundheitspsychologinnen/Klinische Psychologen/Gesundheitspsychologen, Psychotherapeutinnen/ Psychotherapeuten
Einzugsgebiet
Überregional
Leiter
Dr. Sylvia Wintersperger
E-Mail: wintersperger@zap-wien.at
Telefon: 069912005593
Sekretariat
Dr. Sylvia Wintersperger
E-Mail: wintersperger@zap-wien.at
Telefon: 069912005593
Referenten
Dr. Harald Schickedanz, Dr. Harald Schickedanz
Interessenskonflikte
keine Interessenskonflikte bekannt gegeben
Termine
- 23.4.2027 10:00 - 23.4.2027 16:00
- 24.4.2027 10:00 - 24.4.2027 16:00
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