Veranstaltung / Fortbildungs-ID: 1049952

Therapiemöglichkeiten bei schlafbezogene Atemstörungen

Fortbildungsanbieter
Kardinal Schwarzenberg Klinikum GmbHAbteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Kardinal Schwarzenbergplatz 1
5620 Schwarzach im Pongau
Veranstaltungsort
Kardinal Schwarzenbergklinikum Besprechungsraum HNO
Kardinal Schwarzenbergplatz 1
5620 Schwarzach im Pongau
Österreich
Approbation DFP
* Medizinische Punkte1
* Sonstige Punkte0
 
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Inhalte und Themen
  1. Goldstandard:

CPAP-Therapie (Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck)

Funktionsweise: Ein Gerät liefert über eine Nasen- oder Gesichtsmaske einen leichten Luftdruck, der die oberen Atemwege offen hält.

Wirkung: Verhindert Schnarchen und Atemaussetzer, reduziert die Tagesschläfrigkeit.

Anwendung: Muss meist jede Nacht konsequent genutzt werden.

Funktionsweise: Sensoren erkennen Atemaussetzer (Apnoen) sowie Atemflussbehinderungen und regeln den Druck zwischen einem definierten Minimum und Maximum.

Vorteile: Durch die Anpassung von Atemzug zu Atemzug ist der Druck oft niedriger als bei festem CPAP, was den Tragekomfort erhöht

Komponenten: Ein APAP-Gerät, ein Schlauch und eine Nasen- oder Vollgesichtsmaske.

Anwendung: Wie bei CPAP ist eine nächtliche Anwendung im Regelfall lebenslang erforderlich.

Indikationen: Besonders geeignet, wenn der Druckbedarf stark lageabhängig ist (Rücken- vs. Seitenlage) oder sich im REM-Schlaf stark unterscheidet.

APAP-Therapie (Automatic Positive Airway Pressure)

...ist eine Weiterentwicklung der CPAP-Behandlung für obstruktive Schlafapnoe, bei der das Gerät den Atemwegsdruck automatisch und in Echtzeit an den momentanen Bedarf anpasst. Dies verbessert das Wohlbefinden, reduziert druckbedingte Nebenwirkungen und ist ideal bei wechselnden Druckbedürfnissen, z. B. in verschiedenen Schlafpositionen.

Wichtige Aspekte der APAP-Therapie:

.Schnarchen wird weitgehend unterdrückt

2. Unterkieferprotrusionsschiene (Schnarchschiene)

Anwendung: Eine Zahnschiene schiebt den Unterkiefer im Schlaf leicht nach vorne, was den Rachenraum erweitert und das Schnarchen sowie leichte bis mittelschwere Schlafapnoen reduziert.

3. Lebensstiländerungen (Konservative Therapie)

Gewichtsabnahme: Bei Übergewicht kann eine Reduktion die Atemwege entlasten und die Symptome deutlich lindern.

Raucherentwöhnung & Verzicht auf Alkohol: Reduziert die Entzündung der Atemwege und die Erschlaffung der Muskeln.

Schlafposition: Vermeidung der Rückenlage (Rückenlagenverhinderungswesten/ -kissen), da hier die Zunge häufiger zurückfällt.

4. Operative Verfahren & Implantate

Zungenschrittmacher (Inspire/Genio-Therapie): Ein kleiner Neurostimulator wird unter die Haut im Brustbereich implantiert und stimuliert den Zungennerv, um die Zunge während des Schlafens vorne zu halten.

HNO-Operationen: Wenn anatomische Hindernisse (vergrößerte Mandeln, Nasenscheidewandverkrümmung) die Ursache sind, können diese operativ korrigiert werden.

5. Alternative Ansätze

Myofunktionelle Therapie: Gezieltes Muskeltraining für Mund und Hals.

Blasinstrumente: Regelmäßiges Didgeridoo-Spielen kann die Muskulatur stärken.

Zielgruppe
Ärztinnen und Ärzte, Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin, Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung, Fachärztinnen und Fachärzte, Notärztinnen und Notärzte
Einzugsgebiet
Salzburg (regional)
Leiter
Mag. Dr. med. univ Eugen Adelsmayer
E-Mail: hno@ks-klinikum.at
Telefon: +43641571016120
Sekretariat
Anna John
E-Mail: hno@ks-klinikum.at
Telefon: +43641571016120
Referenten
Ass. Dr. Christoph Sturm
Interessenskonflikte
keine Interessenskonflikte bekannt gegeben
Termine
- 26.2.2026 7:30 - 26.2.2026 8:15
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