10:10 Uhr
Dr. Alfred Lohninger
Gesundheit ist Regulationsfähigkeit
Warum biologische Anpassungsfähigkeit der Schlüssel moderner Präventionsmedizin ist
Gesundheit zeigt sich weniger in perfekten Einzelwerten als in der Fähigkeit des Organismus, sich an wechselnde Anforderungen anzupassen. Der Vortrag erläutert Regulation als zentrales biologisches Prinzip und zeigt, warum Anpassungsfähigkeit eine wesentliche Ressource für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und gesundes Altern ist.
10:55 Uhr
Dr. Ursula Lirk
Einführung in die medizinische Hypnose
Hypnotische Kommunikation, Angstabbau und therapeutische Möglichkeiten im medizinischen Alltag
Medizinische Hypnose eröffnet in der täglichen Praxis vielfältige Möglichkeiten, Patientinnen und Patienten gezielt in medizinischen Situationen zu unterstützen. Hypnotische Kommunikation kann bereits im ärztlichen Gespräch eingesetzt werden, um Vertrauen und Kooperation zu fördern, Ängste zu reduzieren und belastende Untersuchungs- oder Behandlungssituationen zu erleichtern.
Der Vortrag zeigt, wie sich hypnotische Prinzipien in den ärztlichen Alltag integrieren lassen. Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten der angstlösenden und ressourcenorientierten Kommunikation, der Umgang mit Schmerzen und Stress sowie die Unterstützung bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.
Anhand konkreter Beispiele wird vermittelt, wie Sprache, Aufmerksamkeit und gezielte Kommunikation Einfluss auf Wahrnehmung, Erleben und Verhalten nehmen können.
Ein Vortrag für Gesundheitsdienstleiter, die die Möglichkeiten hypnotischer Kommunikation kennenlernen und wertvolle Impulse für die eigene Praxis mitnehmen möchten.
12:25 Uhr
Dr. Thomas Krössin
Zelluläre Regeneration - wo stehen wir?
Programmierter Zelltod, Regeneration und die Grenzen des gesunden Alterns
Von Apoptose über Stammzellforschung bis hin zu aktuellen Anti-Aging-Strategien entwickelt sich die regenerative Medizin rasant. Der Vortrag gibt einen wissenschaftlich fundierten Überblick über zelluläre Regenerationsmechanismen, laufende Forschungsansätze und klinische Perspektiven. Gleichzeitig werden Chancen, Grenzen und realistische Erwartungen an zukünftige Therapien eingeordnet.
13:50 Uhr
Dr. Stefan Arens
Wo hört Unverträglichkeit auf, wo beginnt die Krankheit?
Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und die neuen Rome-V-Kriterien im pädiatrischen Praxisalltag
Zwischen einer harmlosen Nahrungsmittelunverträglichkeit und einer behandlungsbedürftigen Erkrankung liegt in der (pädiatrischen) Praxis oft ein schmaler diagnostischer Grat. In seinem Vortrag ordnet Stefan Arens ein, wo eine harmlose Unverträglichkeit endet und wo eine behandlungsbedürftige Erkrankung wie Zöliakie oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung beginnt - mit praxisnahen Impulsen für die Differenzialdiagnostik. Ein Fokus liegt dabei unter anderem auf den im Mai 2026 veröffentlichten Rome-V-Kriterien für Störungen der Darm-Hirn-Achse (DGBI): Sie aktualisieren erstmals seit zehn Jahren die international gültigen Diagnosekriterien für funktionelle Darmbeschwerden und liefern damit eine wichtige Orientierungshilfe, um funktionelle von organisch bedingten Beschwerden abzugrenzen.
Ärztinnen und Ärzte, Fachärztinnen und Fachärzte, Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin, Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendchirurgie, Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie und Hepatologie, Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde
Überregional
Dr. Alfred Lohninger, Dr. Ursula Lirk, Dr. Thomas Krössin, Dr. Stefan Arens