Samstag, 1. Mai 2027
09.00 Eröffnung Kongressbüro und Registratur
Plenarsaal
Moderation: Christina Strempfl, Christian Probst
10.00-10.10
| | Begrüßung durch den Vorstand und Vertreter:in des Kongressortes; Übergabe an die Tagesmoderation | |
| 10.10-10.55 | | Alfried Längle, (A) | "Onto - Pathologie. Die existenziellen Wurzeln subklinischer Stressfaktoren" | |
| 11.00-11.45 | | Laura Wiesböck, (A) | "Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social Media Trend. Was meinen Sie?" | |
| 11.50-12.35 | | Christian Dworak, (A) | "Was kann und was macht Social Media - eine technische Hinführung zum Thema" | |
| 12.40-13.25 | | Lukas Wagner, (A) | "On-Life - Digitale Medien und ihre Wirkung auf Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gesellschaft" | |
| 13.25-14.30 | | Pause | Möglichkeit zum Austausch in der GLE-Lounge | |
| 14.30-18.15 | | Parallele Symposia | Details siehe Seite 3 | |
18.15-19.30 19.30-20.15 | | Sektempfang Adelheid Kastner, (A) | "PSYCHISCH KRANK?! Neue Erscheinungsbilder im klinischen und im forensischen Kontext" | |
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Sonntag, 2. Mai 2027
Plenarsaal
Moderation: Christina Strempfl, Christian Probst
08.55-09.00 | | Begrüßung durch den Moderator | |
| 09.00-09.45 | | Reinhard Haller, (A) | "Gold oder Gift. Wenn Schweigen toxisch wird" | |
| 09.50-10.35 | | Günter Schiepek, (D) | "Gesundheit und Krankheit im Wandel" | |
| 10.40-11.25 | | Ludger Tebartz van Elst, (D) | "Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit" | |
| 11.25-11.50 | | Pause | Möglichkeit zum Austausch in der GLE-Lounge | |
| 11.50-12.35 | | Karin Matuszak-Luss, (A) | "Bipolare Störung - ein psychischer Leidenszustand im historischen und gegenwärtigen Wandel" | |
| 12.40-13.25 | | Ingo Zirks, (D) | "LGBTIQ - Transgender in der Transition" | |
| 13.25-14.00 | | Pause | Möglichkeit zum Austausch in der GLE-Lounge | |
14.00-14.45 14.50-15.35 15.35-16.00 16.00-16.45 16.45 | | Markus Angermayr, (A) Manfred Spitzer, (D) Pause | "Der lebendige Körper als diagnostischer Mitwisser - Symptom und Prozess" "Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen" Möglichkeit zum Austausch in der GLE-Lounge Podiumsdiskussion mit allen Plenarvortragenden Verabschiedung und Kongressende | |
Symposium PSYCHOTHERAPIE
| 14.30-15.15 | | Johannes Jurka | Was Sie über Pornografiesucht wissen wollten, sich aber nicht getraut haben zu fragen |
15.15-16.45 | | Laura Bitsche-Wolfahrt, Joachim Bitsche | Über die Bedeutung der eigenen Person in therapeutischen Prozess |
| 16.45-18.15 | | Andreas Pavel | Wozu kann (mag, soll) auf den vier Grundmotivation-Ebenen jemand "nein" oder "ja" sagen? |
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Symposium SOCIAL MEDIA
14.30-16.00 | | Lukas Wagner | Social Media - Auswirkungen und psychotherapeutische Begleitung |
Symposium KINDER- UND JUGENDLICHEN PSYCHOTHERAPIE
16.00-17.30 | | Gerhard Pirolt | Spielend die Welt erlernen - Traditionelle Kinderspiele in existenzanalystischer Betrachtung |
Symposium EINFÜHRUNG IN EXISTENZANALYSE UND LOGOTHERAPIE
| 14.30-16.00 | | Elisabeth Moser | Was ist Existenzanalyse? |
Änderungen bei den Referent:innen und in der zeitlichen Abfolge sind noch möglich!
Psychisch krank?!
Störungen von heute existentiell behandeln
In einer Welt, die sich in rasantem Tempo verändert, steht jede Person - unabhängig von Alter oder Hintergrund - vor der Herausforderung, sich diesen Entwicklungen zu stellen und einen konstruktiven Umgang damit zu finden.
Doch was zeichnet unsere gegenwärtige Zeit besonders aus?
Welche gesellschaftlichen Phänomene, existenziellen Fragen und inneren Spannungsfelder gewinnen zunehmend an Bedeutung - auch im psychotherapeutischen Kontext?
Die Themenschwerpunkte des diesjährigen Kongresses sind vielschichtig. Einige zentrale Aspekte möchten wir im Vorfeld nennen:
Einerseits ermöglichen soziale Medien eine nie dagewesene Vernetzung, gleichzeitig aber führen sie zu verstärkter Exponiertheit, Angreifbarkeit und psychischer Verletzlichkeit.
Der Druck, bestimmten Erwartungen zu entsprechen - oder zumindest nicht negativ aufzufallen - beeinflusst das Verhalten vieler Menschen tiefgreifend, nicht selten auf Kosten von Authentizität.
Phänomene wie Mobbing, soziale Ausgrenzung und die Angst vor dem Anderssein nehmen zu.
Medial und gesellschaftliche Idealvorstellungen, etwa in Form von körperlicher Optimierung, standardisiertem Auftreten oder permanentem Vergleichen, stehen im Spannungsfeld zur existenziellen Suche nach Sinn, Erfüllung und Identität.
Wenn das Leben aber nicht existentiell gegründet ist, wächst die Anfälligkeit für Kränkung, Frustration und psychische Überforderung.
Hinzu kommt ein verändertes Kommunikationsverhalten: Direkter, ungefilterter Austausch wird seltener, stattdessen dominiert schriftliche, oft kontrollierte Kommunikation - insbesondere über digitale Kanäle. Das verändert nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen, sondern auch das emotionale Erleben von Nähe und Resonanz und Dialog.
Digitale Technologien, die für einen großen Teil der Bevölkerung mittlerweile selbstverständlich sind, überfordern andere angstmachend und zunehmend. Themen wie Einsamkeit und Suizidalität im Alter gewinnen dadurch an schmerzhafter Relevanz.
Gleichzeitig erleben wir eine Ambivalenz in der gesellschaftlichen Wahrnehmung psychischer Störungen: Auf der einen Seite wird rasch pathologisiert, auf der anderen Seite werden Diagnosen und Störungsbilder zunehmend kritisch hinterfragt. Begriffe wie Neurodiversität sind in aller Munde - doch was bedeutet das für therapeutische Praxis und Haltung?
Auch der Einfluss digitaler Rollenbilder - etwa durch Influencer oder Künstliche Intelligenz - wirft Fragen auf: Sie liefern vermeintlich einfache Antworten, aber ohne Dialog, ohne Beziehung, ohne Gegenüber.
Diagnosen wie Autismus(-Spektrum), ADHS oder Pseudoautismus scheinen sich zu häufen. Gleichzeitig beginnt der Konsum von Suchtmitteln immer früher; die Substanzen selbst werden potenter. Dies gilt ebenso für die exzessive Nutzung digitaler Medien - vor allem bei Kindern und Jugendlichen. In diesem Zusammenhang sind auch neurowissenschaftliche und biologische Aspekte von zentralem Interesse.
Im Fokus des Kongresses 2027 steht die existentielle Dimension dieser Entwicklungen.
Was bedeuten diese Einflüsse für das Verständnis psychischer Erkrankungen?
Welche neuen Perspektiven und Möglichkeiten ergeben sich für die Psychotherapie?
Wie können wir heute in der Psychotherapie begegnen und begleiten um heilsam wirken zu können - und was braucht der moderne Mensch, um in einer zunehmend komplexen Welt seelisch gesund zu bleiben?
Ärztinnen und Ärzte, Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeutinnen/ Psychotherapeuten, Klinische Psychologinnen/Gesundheitspsychologinnen/Klinische Psychologen/Gesundheitspsychologen
Überregional
Dr. Alfried Längle, Dr. Laura Wiesböck, Christian Dworak, Lukas Wagner, Johannes Jurka, Laura Bitsche-Wolfahrt, Andreas Pavel, Dr. Adelheid Kastner, Dr. Reinhard Haller, Dr. Günther Schiepek, Dr. Ludger Tebartz van Elst, Dr. Karin Matuszak-Luss, Ingo Zirks, Mag. Markus Angermayr, Dr. Manfred Spitzer